Googles Search Generative Experience (SGE) – Nur ein Hype oder wird sich unser Suchverhalten grundlegend ändern?

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Der erste Hype um ChatGPT scheint in den öffentlichen Medien leicht abgeflaut, aber auf der Anwenderseite glühen die Leitungen der eifrigen Nutzerinnen und Nutzer des Sprach - Algorithmus ChatGPT. Vor allem aber in der Marketing-Welt erfreut sich ChatGPT mittlerweile großer Beliebtheit, für die Umsetzung verschiedenster Tasks.

Wie manche vor einigen Monaten mitbekommen haben, rief Google kurzerhand den „Code Red“ als Reaktion auf OpenAIs Veröffentlichung aus und versuchte sogar die Gründer Sergey Brinn und Larry Page zurück in Headquarter einzuberufen, um die passende Marktantwort auf ChatGPT zu finden.

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Schnell ragten die ersten Hinweise aus der Schatzkiste des Suchmaschinenriesen, namens BARD, was jedoch aufgrund des noch sehr fehleranfälligen Produkts nicht sofort in den Markt gedrückt wurde. Da für Google als Global Player natürlich einiges mehr auf dem Spiel steht als für ein Tech-Startup, verwundert dieser Schritt also nicht.

Nun jedoch hat Google die ersten Paper und Demos seiner neuen Suche veröffentlicht, in der eine algorithmische Sprachunterstützung integriert ist. In dem 19-seitigen Paper, das Google veröffentlicht hat, beschreiben sie ziemlich genau, welche neuen Features uns dann in Zukunft bei der Nutzung der Suchmaschine Google erwarten werden. Wie Bing auch, wählt Google hierbei eher die Erweiterung der Suchergebnisse und ändert nicht gleich die gesamte Oberfläche. Das Feature soll aktivierbar sein, also die alte Suche nicht einfach komplett ersetzen. Jedoch verändert es das Erscheinungsbild doch gravierend, sobald die SGE einmal aktiviert ist.

Dadurch dürfte sich durch diese Erweiterung das Verhalten der Nutzer und Nutzerinnen mittel- bis langfristig ändern. Und das stellt bis zu einem gewissen Punkt die SEOs dieser Welt wieder einmal vor neue Herausforderungen. Aber wenn man die Features einmal näher betrachtet, versucht Google die Suchergebnisse anzureichern und nicht einfach nur stumpf zu ersetzen, wodurch sich auch direkt wieder Aufgaben für die Websiteoptimierung ergeben.

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Onlinemarketer und im Speziellen SEOs stürzen sich jetzt auf die Testversionen und tippen sich nun die Finger blutig, ob es der nächste Durchbruch im Markt ist oder doch eher wieder Augenwischerei seitens Google, um ein paar Aufmerksamkeitspunkte zu gewinnen. So ist es natürlich nicht verwunderlich, dass die aktuell in den USA verfügbare Testversion noch voller Bugs ist. Nicht umsonst ist der Releasetermin für die SGE auf das Ende des Jahres gelegt worden, um hier ausreichende Zeit für das Testen und Optimieren zu haben.

Wir dürfen also sehr gespannt sein, was dort auf uns zukommt. Die Angst, dass Suchmaschinenoptimierung oder -marketing dadurch irrelevanter wird, kann ich nicht teilen. Schließlich müssen Crawler nach wie vor an relevante Informationen auf Seiten oder Shops kommen, um ihre „KI“ zu füttern, die letzten Endes die Inhalte dynamisch in die Suche integriert bzw. anreichert. Zudem zeigt sich auch, dass Google hier mit neuen SERP-Elementen spielt und auch in der näheren Zukunft sicherlich noch einiges probieren wird. Und da wird es für uns SEOs bestimmt nicht so schnell langweilig werden. Wir bleiben natürlich am Ball und behalten das Marktgeschehen im Blick, um für uns die wichtigen Effekte und Maßnahmen ableiten zu können.

Noch nicht genug?

Wer sich noch mal visuell einen kleinen Eindruck verschaffen möchte, kann sich diesen im folgenden Video holen: Supercharging Search with generative AI


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